Indische Improvisationen

Indischer Tanz

 

Indische Impressionen.


Ein sanfter, verspielter, indisch inspirierter Tanz zum Teil mit Schleier und indischen Mudras (Handgesten) und Mimik eine kleine Geschichte erzählend.

Der klassische Indische Tanz (Kathak) hat bei aller Schönheit eine ziemliche Strenge im Erzählmuster alter Mythen. Ich finde ihn unheimlich inspirierend, vor allem das entgegen unserer westlichen Tanz-Art, die eher ein unbewegliches Gesicht macht, viel mit dem Ausdruck der Mimik und Gesten erzählt wird.

Und doch sind es nicht meine Mythen.

Ich mag die indischen Götter, da es für mich zum Beispiel eine nachvollziehbare Logik hat, das es zum Gott der Erhaltung (Vishnu) auch einen Gott der Zerstörung (Shiva) geben muss. Wenn alles nur erhalten wird, kann nichts Neues entstehen. Shivas Männlichkeit übt für mich als Frau eine starke Faszination aus und doch sitzt er nicht abgehoben auf seinem Thron sondern tanzt kraftvoll und lebendig das Leben.

Die Lust und Fruchtbarkeit Shivas ist den Indern verehrungswürdig und  auch die weiblichen Götter haben helle und dunkle Seiten in dich vereint (Durga und ihr dunkler Aspekt Kali). Zugegeben, ein wenig verwirrend, der  Personen-Reichtum im Hinduistisch Götterhimmel aber wesentlich menschlicher für mich als die Vorstellung vom dem Einen, unfehlbaren, perfekten Gott, dessen dunkle Seiten dem Teufel zugeschrieben werden und als das Böse oder die Sünde dort hängen bleiben und keine sinnvollere Transformation finden könne, außer den Höllenqualen. 

Daher tanze ich auch gerne in tiefer Verehrung den Kathak, aber noch lieber tanze ich mit den Mitteln des indischen Tanzes meine eigenen Geschichten.