Tantrisch-heilerische Körperarbeit oder Prostitution ?
Tantrische Körperarbeit
Was für eine Power kann dahinter sein, was für Möglichkeiten!!!
Heilerische Körperarbeit oder Prostitution?
Immer wieder werde ich konfrontiert mit dem Gleichsetzen meiner Arbeit mit Prostitution.
Sowohl gesetzlich, als auch in den Köpfen vieler Menschen wird zwischen tantrischer Körperarbeit und Prostitution kaum ein Unterschied gemacht. Ich bin manchmal schon genervt von den Auseinandersetzungen über die Frage, ob ich nun eine Prostituierte bin oder nicht.
Manchmal schwingt auch ein Vorwurf von Scheinheiligkeit mit und wir sollten doch zu dem stehen, was wir sind und uns auch als Prostituierte bezeichnen.
Prinzipiell kann es mir egal sein, wie meine Arbeit benannt wird und was einige Menschen über dieses Thema denken, ich liebe meine Arbeit, meine Gäste lieben sie auch, habe da keine moralischen Bedenken und ich stehe mit meinem ganzen Herzen zu dieser Form achtsamer, und ja auch käuflicher Berührung.
Was täte denn unsere oberflächliche, schnelllebige und beziehungsarme Gesellschaft ohne die Möglichkeit käuflicher Sexualität? Ich glaube, dass Prostitution zu den lebensnotwendigen Dienstleistungen gehört, weil sie in gewisser Weise viel Gewalt, Machtmissbrauch oder Depression verhindert. Ich weiß, dass es auch Prostituierte gibt, die ihre Arbeit mit ganzer Seele tun.
Weil meine ganzheitlichen Berührungen wörtlich zu nehmen sind und ganz Ganzheitlich die Sexualität meiner Gäste mit einschließt und ich dafür auch bezahlt werde, kann man mein Arbeitsgebiet also durchaus unter Prostitution einreihen.
Nur leider hat der Zusatz „Prostitution“ auch einige negative rechtliche und praktische Konsequenzen.
Rechtliche Konsequenzen:
Zum Beispiel die Begrenzung meiner Arbeit auf gewisse Sperrbezirke in großen Städten, in denen sich dann alles Rotlichtige (egal welcher Qualität) auf einem Haufen ballt.
Und in kleineren Provinzen, Kleinstädten und Dörfern dürfen Tantramassagen überhaupt nicht angeboten werden.
Als müsste die Landbevölkerung vor achtsamer Berührungsarbeit geschützt werden, Städter sind ja eh schon verdorben.
Aber gerade da, in provinziellen Gefilden ist das Bedürfnis nach Berührungsarbeit sehr groß.
Die Möglichkeiten sexuelle Kontakte zu machen sind da viel kleiner, wer einsam ist, bleibt oft auch lange einsam, die Auswahl von Sexual- und Liebespartnern ist geringer und Mobilität auch nicht immer gegeben.
Selbst bei der sexualbegleitenden Arbeit mit geistig oder körperlich Behinderten, die oft kaum eine andere Möglichkeit haben, Sexualität zu erleben, (da ihnen das Bedürfnis von der Gesellschaft ja geradezu abgeschrieben wird) bleibt der Prostitutionsvorwurf nicht aus.
Ich finde es aber für gerade diesen Teil unserer Gesellschaft, die oft gar nicht so viele Möglichkeiten der Entfaltung und Erforschung einer eigenständigen Sexualität haben, sehr wichtig, diese Möglichkeiten zu bekommen. Von daher möchte ich mich auch diesbezüglich weiter bilden um meinen Erfahrungsspielraum zu erweitern und zu teilen.
Praktische Konsequenzen:
Vielen Männern fällt es schwer, die Angebote zwischen Tantramassage und gewöhnlichen Sex zu unterscheiden. Sie kommen daher mit falschen Erwartungen und werden
zwangsläufig enttäuscht.
Sicher, der Grat zwischen tantrischer Körperarbeit und Prostitution ist sehr schmal. Viele Prostituierte springen auf den Zug, da Tantramassagen Mode sind und man gutes Geld damit verdienen kann.
Vieles was unter Tantramassage angeboten wird, hat nicht wirklich eine gute Ausrichtung und Qualität. Wie kann man also die Angebote unterscheiden?
Nun, ein mögliches Kriterium sind fundierte Informationen auf den Homepages der Tantramassageanbieter.
Das ist auch der Grund, warum ich so viel zu diesen Themen schreibe. Ich möchte die Möglichkeit der Unterscheidung bieten, möchte auch ein bisschen aufklären, über die Vielfältigkeit des Angebotenen, der Vermischung, Vermarktung und Begrenzung.
Prostitution ist zumeist eine Dienstleistung mit einem bestimmten Ende:
Die Frau steht als Objekt der Begierde im Vordergrund und der Gast bezahlt für eine möglicherweise vorgespielte Lust und die Illusion, ein guter Liebhaber zu sein. Er taucht ein in eine Illusionen und kann sich dabei entladen, abreagieren. Eine kurzzeitige Befriedigung finden.
(Auch hier gibt es natürlich Frauen, die Ihre Arbeit mit Herz, Liebe und Leidenschaft tun, ich möchte dies nicht grundsätzlich verallgemeinern.)
Im Unterschied dazu steht für mich der Gast im Vordergrund und seine Fähigkeit, berührbar zu sein. Ihm auf seiner Reise zum eigenen Empfinden und zur Körperwahrnehmung zu begleiten, macht mir tiefe Freude. Dabei sehe ich meinen Körper als Werkzeug, die Wahrnehmung der Sinnlichkeit zu unterstützen und zu intensivieren, nicht aber als Objekt der Begehrlichkeit an sich.. Ich hoffe, dass die Menschen, die zu mir kommen, genau diesen Unterschied suchen und sich gern und würdevoll auf sich selbst einlassen und erforschen können.
Unter tantrischer Körperarbeit verstehe ich also Körperarbeit, Übungen und Massagen, die mit tantrischem Hintergrund und im tantrischen Geist durchgeführt werden, mit der Haltung, Sexualität als Seelen- und Herzensnahrung zu genießen.
Berührung ist Seelen-Nahrung.
Kinder, die nicht berührt werden sterben.
Untersuchungen haben ergeben, dass 4 Umarmungen täglich fürs Überleben reichen,
8 gerade mal den Ist-Zustand sichern
und 12 unsere Entwicklung positiv beeinflussen.
Na, dann lasst uns mal fleißig umarmen... ;-))
Free Hugs, das Orginal....
Interessanter indianischer Gedanke:
Wie die Lehrer sagten, gibt es nur eines, das allen Menschen gleichermaßen eigen ist – das ist ihre EINSAMKEIT. Keine zwei Personen auf der Oberfläche dieser Erde
sind sich in irgendetwas gleich, außer in ihrer Einsamkeit. Das ist die Ursache für unser Wachstum, aber es ist auch die Ursache für unsere Kriege. Liebe, Hass, Neid und Großzügigkeit sind alle
in unserer Einsamkeit verwurzelt, dem Wunsch, gebraucht und geliebt zu werden.
Der einzige Weg, unsere Einsamkeit zu überwinden, ist das BERÜHREN.
Nur auf diesem Wege können wir lernen, ganze Wesen zu sein.
Gott ist eine Gegenwart dieses Ganzen.
~Hyemeyohsts Storm, Cheyenne~
Ps: Gefundene Rechtschreibefehler dürfen behalten werden ;-))
Deva Bhusha Sinnes-Tänze