Fucking Disabled

Fucking Disabled

Theaterperformance von David Westphalen und Co
 .

 

FUCKING DISABLED

 

ein Projekt von David von Westphalen und Team, entfaltet das Tabu von Behinderung und Sex für die Theaterbühne, um dem Publikum einen neuen, erfrischenden Zugang zur eigenen Sexualität jenseits jeder Normierung nahe zu bringen. Das Ensemble besteht aus behinderten und nichtbehinderten Darsteller*innen. Entwickelt wird eine Mischform aus theatraler Collage und performativem Essay. FUCKING DISABLED ist eine kollektive poetische Stückentwicklung, die sich mit der Tabuisierung von Körpern abseits der Norm, Diskursen über Behinderung und Alterität sowie mit der warmen Wirklichkeit unserer Sexualität beschäftigt.
Der Cast: Eine wunderschöne Frau mit ungewöhnlichen Formen und verzaubernder Stimme. Ein Performer mit unkonventionellen Bewegungen und Artikulationen. Eine tantrische Sexarbeiterin. Und ein schöner, graziler Tänzer. Es geht überflüssige Tabus und die Freude an der sexuellen Freiheit. Darum, dass Sexualität mit Behinderung viel normaler ist, als Menschen ohne Behinderung oft meinen. Und dass die Lust neu erblüht, wenn das, was normal ist, nicht länger normal ist. Kein Drama, keine Figuren, auch kein dokumentarisches Theater; sondern ein sinnlicher Theaterabend, der von den Persönlichkeiten seiner Darstellerinnen und Darsteller getragen wird.

 

„Allerdings! Auch wir wollen Sex und haben Sex, was denkt denn Ihr?!“, reklamieren sie. Mit ihren eigenen Geschichten führen die vier die Gäste des Abends aus dem Dickicht der Vorurteile direkt ins Gebiet der Erotik. Sie nutzen die Performance um Wege zu ebnen, die es behinderten und nichtbehinderten Menschen erlauben könnten, auch in dieser Gesellschaft eine befreite Sexualität zu leben. „Auch wir sind begehrenswert und sexy!“, rufen sie. Aber wie findet man Gehör, wenn auch das Sprechen behindert wird? Wie kommt man zusammen, wenn der gewohnte Ablaufplan der Verführung oder das übliche Beuteschema sich als unbrauchbar erweisen?

 

Zu diesem Zwecke verschafft das Ensemble sich und seinem Publikum einen geschützten Denk- und Wahrnehmungsraum, in dem Zärtlichkeit und Anziehung möglich werden. Hierin offenbart sich in unverblümter Schönheit, wie wohltuend es ist, sich nicht von den vorgeschriebenen Pfaden der Erotik einschränken zu lassen. Die hybride Mischform aus Poesie, Musiktheater, Performance, Szenen und Essay erlaubt es, all das jederzeit neu zu denken, zu fühlen und zu erleben.

 

TRAILER

 

 

BETEILIGTE

Konzeption, Regie: David von Westphalen // Konzeption, Dramaturgie: Bastian Zimmermann // Komposition: Filip Caranica // Kostüm: Veronika Schneider // Lichtdesign: Rainer Ludwig // PR, Produktion: Rat&Tat kulturbuero // Performance: Deva Bhusha, Paweł Duduś, Danijel Sesar, Lucy Wilke

 

 

Eine Produktion von David von Westphalen in Koproduktion mit PATHOS München. Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat.

 

TICKETS
17€ / erm. 8€
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VORSTELLUNGEN

07.05.2018, 20:30 Uhr
08.05.2018, 20:30 Uhr
09.05.2018, 20:30 Uhr


SPIELORT

Labor Ateliers, Dachauerstraße 112d

DAUER

ca. 100 Minuten (ohne Pause)

 

Fucking Disabled ist für mich …

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Fucking Disabled ist für mich, dass ich als Sexualbegleiterin von der Landesregierung Bayern und ihren
fucking Sperrbezirksverordungen an der sinnvollen Ausübung meines Jobs gehindert werde. Ich darf nicht
zu meinen behinderten Gästen in die Wohnung oder Einrichtung kommen, da diese zu 96 % im Sperrgebiet sind. Ich muß in ein barrierefreies Stundenhotel ausweichen, was oft einen erheblichen Aufwand für meine Gäste bedeutet oder bei Schwerstbehinderung gar nicht möglich ist.

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Fucking Disabled ist für mich, dass viele Behinderteneinrichtungen noch immer nicht kapieren, dass die ihnen anvertrauten behinderten Menschen keine kleinen, zu lenkenden Kinder sind, sondern erwachsene Männer und Frauen mit sexuellen, selbstbestimmten und beziehungstechnischen Wünschen, Sehnsüchten und Rechten, wie jeder andere Mensch auch.

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Fucking Disabled ist für mich, das es für die meisten behinderten Menschen ein lebenslanger Kampf mit
Bürokratie und Behörden ist, nicht in Heimen abgestellt zu werden, sondern selbstbestimmt wie jeder
andere Mensch mit oder ohne Assistenz zu leben.
Fucking Disabled ist für mich, dass ich dank dem Hartz4-Gesetz meinen behinderten Partner nicht
heiraten oder mit ihm zusammen ziehen kann, ohne finanziell in den Ruin zu fallen und alles zu verlieren.
Ich wäre sogar noch verplichtet, Assistenz zu machen, was meist der Tod jeglicher spannender Sexualität
ist, da die Rollenverteilung von Abhängigkeiten verdammt ungeeignet ist für heißes fucking disabled…

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Fucking Disabled kann aber durchaus auch verdammt schön und geil sein…
Deva Bhusha
Interview: Bastian Zimmermann

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