Bound - Rituale, die verbinden... Seminar In-Team mit Kristina Marlen

 

SMantra-Seminar"In-Team"

mit Spezial-Gast Kristina Marlen

 

21.04. 18.00 Uhr - 23.04.17 16.00 Uhr

 

Investitionen: 260 Euro

Rabatt: Frühbucherrabatt bis 4 Wochen vor Beginn: 30 Euro

Anzahlung 80 Euro

 

Seminarhaus Gut Froberg

 

Anmeldung

deva.bhusha(at) web.de

 

AGB`s Seminare hier:

 

 

Bound

 

Rituale, die verbinden...

 

 

Dieser Workshop ist ein Experimentierfeld zur Polarität von Sicherheit und eplorativem Risiko, zwischen Restriktion und Hingabe, zwischen Limitierung und der Freiheit, die daraus entsteht.

 

Wir nutzen Bewegung und Stille, Seile,  Sinne, Herz und Verstand.

 

Ein praktischer Workshop mit nützlichen Techniken, körperlichen Erfahrungen und dem Potential für sattes seelisches Echo.

 

Wieviel Begrenzung brauchen wir, um uns darin aufgehoben zu fühlen – und uns von dort frei zu bewegen? Welche sind überflüssig? Welches sind unsere eigenen Grenzen und Limitierungen-  im Körper, der Bewegung, im Kontakt oder in der Kommunikation?

 

Wieso empfinden wir es manchmal als lustvoll, begrenzt oder begriffen zu werden- wie erfahren wir uns über Widerstand und Reibung? Wann ist einverständlicher Kampf zutiefst friedenstiftend? Wieso treibt es uns an die eigenen Grenzen und was macht uns Freude daran, sie zu verschieben?

 

Wir arbeiten mit Tools aus der Contact Improvisation, Körperarbeit, japanischer Seilbondage und anderen Formen den Körper zu bändigen, mit Elementen des Rituals und der Kontemplation. Wir sind dabei allein, im Duett und mit der Gruppe. Unser Ziel ist genussvolles Wandeln an den Grenzen.

 

 

 

Kristina Marlen

 

arbeitet als tantrische Domina in Berlin. Sie studierte Jura und Physiotherapie, bevor sie sich entschloss, ihren Schwerpunkt auf Sexarbeit zu legen.

 

Sie ist Tänzerin, Sängerin und Performerin. In ihrer Arbeit kombiniert sie das tantrische Ritual mit Elementen des BDSM. Ihre Leidenschaft gilt der japanischen Seilbondage.

 

Sexarbeit ist Berufung, Leidenschaft und Vision für sie. Sie glaubt, dass Sexarbeit unser Leben und unsere Gemeinschaften bereichern können. Als Aktivistin arbeitet sie konstant an einer Vision, wie selbstbestimmte Sexarbeiter*_innen die Welt verändern können, indem sie Intimität, Berührung, Wissen und Lust teilen.

 

 

www.marlen.me

 

 

ein Artikel von Kristina Marlen:

 

Tantra und BDSM

 

Tantra und SM/BDSM miteinander zu verbinden ist wie der Versuch Feuer mit Wasser zu mischen, gegensätzlicher kann es wohl kaum sein. Ruhe, Entspannung, Meditation, das sind Begriffe, die ich bisher immer in Zusammenhang mit Tantra brachte. Schmerz, Lust, Enge, sind die Begriffe die ich mit SM/BDSM assoziiere. Sind diese Begriffe wirklich so gegensätzlich?

 

Marlens Homepage ist so polarisierend wie die Idee Tantra und SM/BDSM zu verbinden. Auf den ersten Blick sehr ruhig, stilvoll, weiche Fotos, eigentlich warte ich auf Meditationsmusik. Dann lese ich Begriffe wie Escort, Wachsspiele, Bondage, Sacred Kink Academy. Wie vereinbart man all dies in einem Job? Eine Frage, die mir nur Marlen selbst beantworten kann.

 

"Sexualität ist so vielfältig wie die Menschen selbst"


Lou Ping: Du bietest als Sexworkerin eine Mischung aus Tantramassage, Bondage und dominanten Spielen an. Was genau braucht es um eine solche Mischung herzustellen

 

Marlen: Das war ein längerer Weg. Er führte bei mir über den Körper. Ich bin ursprünglich Physiotherapeutin und Tänzerin. In der Arbeit als Physiotherapeutin komme ich Menschen sehr nah. Irgendwann hab ich es nicht mehr eingesehen, warum ich die sexuelle Energie in der Körperarbeit ignorieren soll.
Ich habe dann begonnen mit tantrischen Elementen zu arbeiten. Das hat mich inspiriert, denn ich mag die Körperlichkeit, das Ritual. Ich mag die Hingabe. Ich mag, Menschen über den Körper in ihr (sexuelles) Selbst zu begleiten. Körperarbeit ist meine Berufung. Ich bin dabei von Anfang an den Geschichten gefolgt, die sich aus den individuellen Begegnungen ergeben haben, und habe mich dabei sehr bald aus der Begrenzungen einer klassischen Tantramassage befreit.
Ich komm aus dem Tanz und der Performance-Kunst, mir erscheint meine Körperarbeit immer wie eine One-to-one Performance. Und es reicht mir nicht aus, immer zärtlich und hingebungsvoll zu sein. Ich möchte andere Rollen spielen. Das Thema jeder Begegnung ist einzigartig. Auch nonverbal, manchmal ist es physisch einfach klar, dass es in dem Kontakt eine andere Energie, eine andere Form der Manipulation oder Führung braucht. Ich war neugierig, hab mich, weitergebildet und immer wieder Elemente, die mir liegen, miteinander verknüpft: neotantrische Massagerituale mit Kontaktimprovisation. Performance mit dominanten Ritualen. Ich übe BDSM-Techniken so lange, bis ich sie sicher an Klienten anwenden kann. Dabei hab ich für mich das Seil entdeckt. Bondage ist magisch für mich, jemanden zu fesseln ist ein Ausdruck der Dominanz, und gefesselt zu werden ist ein Akt der Hingabe. Gleichzeitig ist das Fesseln selbst sinnlich und erfordert vollständige Aufmerksamkeit für die Partnerin/den Partner. Und dazu kommen dann noch die Ästhetik - und das Ritual. Ich liebe es. Bondage, tantrische Spiele mit dem Seil, komplexe Hängungen sind meine Spezialitäten.

 

Tantra und SM/BDSM miteinander zu verbinden ist wie der Versuch Feuer mit Wasser zu mischen, gegensätzlicher kann es wohl kaum sein. Ruhe, Entspannung, Meditation, das sind Begriffe, die ich bisher immer in Zusammenhang mit Tantra brachte. Schmerz, Lust, Enge, sind die Begriffe die ich mit SM/BDSM assoziiere. Sind diese Begriffe wirklich so gegensätzlich?

 

Marlens Homepage ist so polarisierend wie die Idee Tantra und SM/BDSM zu verbinden. Auf den ersten Blick sehr ruhig, stilvoll, weiche Fotos, eigentlich warte ich auf Meditationsmusik. Dann lese ich Begriffe wie Escort, Wachsspiele, Bondage, Sacred Kink Academy. Wie vereinbart man all dies in einem Job? Eine Frage, die mir nur Marlen selbst beantworten kann....

 

  • geschrieben von 
  • Foto: www.max-photo.de

 

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