Tantra – Was ist das eigentlich?

Tantramassage ganz ung gar praktisch… hier…

Tantra und TantraMassage, Theorie und Philosophie

Tantra ist die Erkenntnislehre

vom Gewebe einer Wirklichkeit,

in der wir die Weber

und zugleich der Faden sind.

Andro

Ein bisschen Theorie und Geschichte

Tantra kultiviert die Sinne bis zur Fähigkeit, die sexuelle Kraft in ihrer ganzen Bandbreite zu erkennen und zu nutzen: von den Tiefen unseres Seins bis zu den Auswirkungen unseres sexuellen Handelns auf die uns Nächsten und auf den ganzen Kosmos, mit dem wir untrennbar verwoben sind. Es geht darum, im Mann das göttliche Prinzip des Shiva und in der Frau das göttliche weibliche Prinzip der Shakti zu erkennen.

Michaela Riedl

Ursprung und Philosophie von Tantra

Über den Ursprung und die Bedeutung von »Tantra« gehen die Meinungen auseinander. Im Westen hat es wohl deshalb verhältnismäßig starke Verbreitung gefunden, weil es an ein Grundbedürfnis unserer materiell gesättigten Zeit rührt; die Synthese von Bewusstheit, Natürlichkeit und Sexualität. Meiner Auffassung nach liegen die Ursprünge mehrere tausend Jahre zurück und sind verknüpft mit einer respektvolleren Auffassung über die Rolle der Frau als Quelle und Behüterin des Lebens. Gedankengut und der Sexualität an sich.

 

Was sich heute im Tantra findet, ist auch in den meisten spirituellen und schamanischen Praktiken alter Naturvölker verwurzelt. Die ersten Aufzeichnungen dieses ursprünglichen indischen Heilweges stammen aus dem 5./6. Jahrhunderts und beinhalten Unterweisungen, magische Rituale, Zauberformeln und alchemistische Rezepte. Eine der Quellen erzählt vom Kult um Shiva und Shakti, demzufolge aus deren ekstatischer Vereinigung das Universum jeden Moment neu hervorgeht.

Der Weg des Tantra beinhaltet Respekt für alles Lebendige, Bejahung der sexuellen Natur des Menschen und Bewusstheit in jedem Augenblick. Ein Aspekt lehrt, die Sinne zu kultivieren bis zur Fähigkeit, die ganze Bandbreite von Sinnlichkeit und Sexualität zu erkennen und zu nutzen. Triebkräfte und Begierden können nicht gemeistert werden, indem man sie ablehnt oder vermeidet. Nur wenn die vermeintlichen Schattenseiten in all ihrer Tiefe erfahren und erkannt worden sind, können sie transzendiert werden.

 

Das tantrische Konzept lehrt uns, Spaltungen zu überwinden (z.B. »die Heilige – die Hure«), indem wir alle Facetten des Menschseins als Teil des göttlichen Ganzen anerkennen.

Die Tantramassage ist also eine sinnliche Massage, die sich diesen Ideen verpflichtet fühlt. Ich stimme mich  auf diese Massage ein und versuche, jeden meiner Gäste vorbehaltlos und wertungsfrei zu akzeptieren.

Sexualität ist also im tantrischen Verständnis etwas Heiliges und Natürliches zugleich. Kaum eine andere Kraft im Leben schafft solch starke Verbindungen – im ungünstigen Fall aber auch Abhängigkeiten. Deshalb lege ich  Wert darauf, diesem tiefen Erleben einen rituellen Rahmen zu geben, der den Augenblick feiert und ihm eine eigenständige Würde verleiht.

 

Neotantra

 

Ende der sechziger Jahre wuchs zunehmend das Bedürfnis, Tabus (z.B. in Bezug auf Sexualität) zu hinterfragen. Zum anderen stellte sich in den westlichen Zivilisationen mit Erreichen eines materiellen Wohlstands die Sinnfrage neu. Die Wiederbelebung alter Lehren und spiritueller Wege (z.B. Tantrismus und Taoismus) bot eine Plattform, beides miteinander zu verbinden; Spiritualität und Sexualität – Herz und Kopf.

 

Mit dem Begriff Neotantra wird eine seit Ende der 1970er Jahre in Europa und den USA etablierte Richtung bezeichnet, die verschiedene Lehren und Methoden integriert, bei denen Sexualität eine mehr oder minder große Rolle spielt. So propagierte der indische Philosophieprofessor und Vorzeigeguru Osho (Bhagwan Shree Rajneesh) eine zeitgemäße Form dieser Verbindung von Bewusstheit und Sexualität und bereitete alte tantrische Lehren für die westliche Zivilisation auf. Hier fanden parallel dazu Ideen von Wilhelm Reich und weitere Körpertherapieformen wie Meditation und Yoga Verbreitung und fanden in seinem Asram ein breites Experimentierfeld für die Entstehung des Tantra, wie wir es heute verstehen.

Seit den späten 70er Jahren und verstärkt auch in den 90er Jahren gründeten sich auch in Deutschland Tantrainstitute – als Initiator sei Andro (Andreas Rothe) erwähnt. Hier werden Seminare für persönliches und spirituelles Wachstum angeboten oder mit therapeutischer Ausrichtung, z.B. bei Partnerschaftskonflikten oder sexuellen Problemen.

Weil der Zusammenhang zum traditionellen Tantra mit seinen zahlreichen Facetten oft nicht eindeutig ist, spricht man eher vom „Neotantra“.

Tantramassage

Ebenso entstanden jede Menge Massageinstitute, einerseits im Umfeld dieser Szene, andererseits mit eher kommerzieller Ausrichtung als Erotikmassagestudios, wobei die Massage der weiblichen bzw. männlichen Genitalien mit einbezogen wird.

Die Qualität dieser Massagen war sehr unterschiedlich, zum Teil wurde mit sehr viel Wissen um Heilung und Herzblut massiert, zum Teil wurde es im Rotlichtmilieu als einfache, neue Geldquelle gefeiert. Um das eine vom anderen zu unterscheiden, kam der Begriff Tantramassage auf.

Andro gründete den Tantramassageverband um die Qualität der Massagen zu erhalten, aber bald schon spaltete sich die Szene in die ganz „Heiligen“ und in die „erotisch Profaneren“, so das Andro selbst aus seinem Verband wieder austrat.

Mir persönlich ist der tantrische Ansatz der Massagen absolut wichtig und Grundlage jeglicher sinnlicher Körperarbeit und doch finde ich es unpassend, Sexualität und Lust immer weiter aus der Massage zu verdrängen. Der Ansatz mancher Studios diesbezüglich verwirrt mich ein wenig. Sexualität ist unsere Lebensenergie und als solche sollte sie in Lust und Liebe in der Tantramassage gefeiert und zelebriert werden.

Daher distanziere ich mich auch nicht generell von der Erotikmassage und habe mein Angebot sogar um die eher ungewöhnliche Erfahrung der SMantraMassage und BondageMassge erweitert. Für mich ist der Unterschied mehr in der Erwartung der Gäste und in Äußerlichkeiten, denn in der Qualität und inneren Haltung meiner Praxis.

Ich kenne leider auch genügend Tantramasseure, die am Gast vorbei massieren und Tantramassage bedeutet schon längst nicht mehr wirklich Qualität. Im Übrigen hat selbst Andro mich in einem Seminar das Grauen gelehrt, was seine eigne Achtsamkeit und Präsenz betrifft. Altmeister der Tantramassage bedeutet noch lang nicht ein Meister in Respekt und Achtsamkeit.

Den Tantramassageverband als Qualitätsmerkmal zu benennen kann ich auch nicht ganz empfehlen, die Bedingungen dafür (z.B. regelmäßige Weiterbiduungen) sind ebenfalls keine Garantie für Präsens und Qualität. Ich habe Masseure oder Masseurinnen erlebt, die hatten eine beeindruckende Liste an Weiterbildungen gesammelt, aber sie waren nicht wirklich anwesend, hier jetzt mit mir. Sie hatten gleichzeitig mit den Ausbildungen ein größes Ego angehäuft und haben durch ihre Begeisterung über ihr Können garnicht wahrgenommen, was der eigentliche Auftrag war. Manches sind Zwangstherapeuten und Zwangsheiler. Willst du einen Masseur oder eine Masseurin prüfen, ob sie deinen Haus- und Hofbegleitung wird, bestelle daher erst mal schlichte Wohlfühl-Wellnesmassage.

Schaffen sie das ohne das ihr Ego knickt, kann der Rest auch versucht werden…

Yoni- und Lingammassage

Tantramassagen umfassen meist auch die Massage der Geschlechtsorgane, in dem fall genannt:Yoni– und Lingammassage

Ich verwende dabei gerne die Sanskritbegriffe „Yoni“ und „Lingam“, weil sie neutral und unbelastet sind und landläufige Begriffe entweder klinisch, vulgär oder verniedlichend klingen.

In einigen östlichen Behandlungs- und Massagetechniken des Taoismus ist die Einbeziehung des Genitalbereiches üblich, aber mehr unter gesundheitlichen Aspekten. Viele wichtige Akupunktur- und Akupressurpunkte haben hier ihren Sitz und sind unverzichtbar für die Behandlung verschiedener Krankheitsbilder und für das Allgemeinbefinden des Patienten.

Joseph Kramer und Annie Sprinkle entwickelten daraus eigenständige Massageformen. Der in Amerika (St. Louis, Missouri) geborene Joe Kramer studierte Mathematik, Philosophie und Theologie und besuchte verschiedene Massageschulen. Er setzte sich für die Rechte von Homosexuellen ein und beschäftigte sich mit Taoismus und Tantra, besonders interessierten ihn auch Akupressur, Rebirthing und das Werk von Wilhelm Reich. 1984 gründete er in Oakland, Kalifornien, die Body Electric School für Massage und 1993 das EroSpirit Research Institute.

Annie Sprinkle (eigentlich Ellen Steinberg, geboren 1954 in Philadelphia) ist eine in den USA bekannte, etwas schrille Künstlerin, Prostituierte, Fernsehmoderatorin, Herausgeberin und eine Freundin von Joe Kramer. Sie gilt als eine der bekanntesten „Sexpositiv-Feministinnen“, die innerhalb der Frauenbewegung die Auffassung vertreten, dass einvernehmlicher Sex zwischen Erwachsenen in keiner Form reglementiert werden sollte – was sowohl für Männer als auch für Frauen gilt. In Annie Sprinkles Yonimassage flossen außerdem auch Einflüsse aus Bioenergetik und Sexualtherapie mit ein.

 

Forscher fanden Mitte des vorigen Jahrhunderts heraus (siehe Wilhelm Reich u.a.), dass unverarbeitete Erfahrungen als Muskelspannungen im Körper gespeichert bleiben und uns hindern können, natürliche und schmerzfreie Körperhaltungen zu entwickeln, frei zu atmen und damit den Körper mit Sauerstoff zu versorgen, Gefühle bewusster wahrzunehmen – kurzum gesund zu bleiben.

Kramer und Sprinkle kamen zu dem Schluss, dass auch das Gewebe der Genitalien Speicherplatz ist für Traumen und Verletzungen ist, so dass diese Massageform als „Genitale Heilungsmassage“ bezeichnet wird. Desweiteren haben auch die Genitalbereiche des Mannes und der Frau Reflexzonen, ähnlich wie bei Füßen, Händen oder Ohren, deren Stimulierung über ein Netzwerk von Energiebahnen eine magisch anmutende »Fernwirkung« auf den gesamten Organismus zur Folge hat.

Ein weiterer Aspekt dient dazu, das Spektrum sexuellen Erlebens zu erweitern.

Die Massage lockert die Beckenbodenmuskeln, was zu mehr Beweglichkeit beim Liebesspiel führt. Du kannst sich ganz dem Fühlen hingeben, ohne Leistungsdruck und ohne Erwartungen erfüllen zu müssen. Durch die kunstvolle Abfolge bestimmter Griffe und Streichungen, die beim Geschlechtsverkehr so nicht möglich sind, erfährst du höchste Wonnen und eine tiefe Lust.

Wenn jemand mit diesen Gefühlen angenommen wird, schafft das eine innige Verbindung zur eigenen Seele und auch zur gebenden Partnerin/zum Partner. Dies erweitert wiederum das Spektrum für das spirituelle Erleben im Tantra.

Eins zu sein mit sich selbst, geliebt, geehrt und verbunden zu sein öffnet das Tor zum „Göttlichen“. Die Lebensenergie (auch Kundalini-Energie genannt) kann wieder fließen und du kommst ganz an bei dir.

Praxis

Sinnliche Körperkunst – Tor zur Spiritualität

Also, trau dich…
Lass los….

Lass dich von liebevollen und einfühlsamen Händen berühren. Du tust nichts, nur genießen! Du bist einfach da – teilst mit mir dein da-sein, gibst dich hin und nimmst das wundervollste Geschenk in dir wahrt: deine eigene Lebensenergie.

Lass dich ganz in dich selbst fallen, verbünde dich mit deiner Lebensenergie, fülle deine univerellen Akkus und genieße gleichzeitig Ruhe und Zufriedenheit in einer von tiefer Harmonie getragenen Atmosphäre.

 

Wenn du Interesse bekommen hast, selbst tiefer in das Thema einzusteigen und die Kunst der sinnlichen Massage zu lernen, gibt es bei mir die Möglichkeit, verschiedene Seminare zu buchen. Tantra meets BDSM und Lingam- und Yonimassage als Mini-Workshop.

 

Wer dazu ein bischen mehr sehen möchte, hier ein Video zur Tantramassage.

 

Massage ist ein Ausdruck von Liebe…

Die Welt braucht Massage, weil die Liebe aus ihr verschwunden ist. Früher genügte eine blosse Berührung aus Liebe.

Eine Mutter berührte ihr Kind, spielte mit seinem Körper, und es war Massage. Der Ehemann spielte mit dem Körper seiner Frau, und das war Massage; es war genug, mehr als genug, es war tiefe Entspannung und Teil der Liebe. Aber das ist heute auf der Welt verloren gegangen. Allmählich haben wir vergessen, wo man berührt, wie man berührt und wie tief man berührt. Berührung ist eine der meistvergessenen Sprachen. Es ist uns fast peinlich geworden, jemanden zu berühren, weil das Wort Berührung durch so genannte religiöse Menschen verschmutzt worden ist. Sie gaben ihm einen sexuellen Anstrich. Das Wort ist sexuell geworden, und die Leute haben Angst bekommen. Jeder passt auf, dass er nicht ohne seine Erlaubnis berührt wird. Im Westen ist jetzt das andere Extrem eingetreten. Berührung und Massage sind sexuell geworden. Jetzt ist Massage oft nur ein Deckmantel für Sexualität, aber in Wirklichkeit ist weder Berührung noch Massage sexuell. Sie sind Ausdruck der Liebe. Wenn Liebe von ihrer Höhe herabstürzt, wird sie zu Sex, und dann wird sie hässlich.

Massage bedeutet, dich auf die Lebendigkeit eines anderen menschlichen Körpers einzustimmen und zu fühlen, wo die Lebendigkeit fehlt, wo der Körper bruchstückhaft ist, und ihn wieder zu einer Einheit werden zu lassen…

Wenn du liebst und für den anderen mitempfindest und dir seines höchsten Wertes bewusst bist, wenn du ihn nicht wie einen Mechanismus behandelst, den man in Ordnung bringen muß, sondern wie eine unendlich kostbare Energie, wenn du dankbar bist, dass er dir vertraut und dir erlaubt mit seiner Energie zu spielen – dann wirst du allmählich das Gefühl haben, als ob du auf einer Orgel spielst. Der ganze Körper wird zur Tastatur der Orgel, und du kannst spüren, wie im Innern des Körpers eine Harmonie entsteht. Nicht nur dem anderen wird geholfen sein, sondern auch dir.

Osho

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